Meine Morgenroutine

Meine Morgenroutine

Eine Morgenroutine ist mittlerweile zu einem großen Thema geworden, gefühlt jeder macht morgens etwas für sich. Um dir Inspiration zu geben, aber auch um dir eventuell Stress zu nehmen, habe ich dir hier mal meine Morgenroutine verschriftlicht.

Die Vorbereitung auf meine Morgenroutine

Der Abend davor

Für mich beginnt die Vorbereitung auf meine Morgenroutine ganz klar am Abend davor. Ich selbst schaffe meine Abendroutine zwar meistens noch nicht, das ist aber mein Ziel für 2022. Bisher schlafe ich leider häufig noch auf der Couch ein. Ich merke jedoch, dass ich deutlich besser aufwache und damit meine Morgenroutine starte, wenn der Abend besser verlaufen ist.

Meine ideale Abendroutine ist, wenn wir nach dem Abendessen spazieren gehen. Danach mache ich mich Bettfertig, mit allem drum und dran im Bad. Dann gehe ich ins Bett und mache auf dem Bett noch ganz entspannt ein bisschen Yoga oder dehne mich zumindest. Zum Einschlafen höre ich ganz gerne noch etwas. Lesen hilft mir aber auch, schnell einzuschlafen.

Mein Handy habe ich seit einiger Zeit von meiner Bettseite verbannt. Zum Glück hat Max, mein Freund, einen anderen Schlaf-Wach-Rhythmus als ich. Er bringt daher mein Handy, wenn er selbst ins Bett geht, ins Wohnzimmer ans Ladekabel. Ich habe einfach gemerkt, dass ich besser schlafe ohne Handy neben meinem Kopf und dass ich leichter aufwache.

Der Morgen

Das Aufstehen ist dann der Start eines wunderbaren neuen Tages. Für mich startet der perfekte Morgen damit, dass ich nach dem Klingeln meines Radioweckers direkt meine Temperatur messe (NFP, ich habe einen Zykluscomputer) und dann aufstehe. Ich habe die Weckzeit auch 5 Minuten später als zur ganzen Stunde gestellt und stehe damit um 5:05 Uhr auf. So wache ich nicht auf und höre die Nachrichten. Das war eine ganze Weile so und hat mich gleich morgens gestresst. Jetzt wache ich, meist zu guter Musik, auf und kann dann auch gut aufstehen 😊.

Hier kommt nun auch der Hauptgrund, weswegen mein Handy nicht mehr in Reichweite vom Bett liegt. Ich war sonst morgens immer direkt am Handy und habe die neusten Infos gecheckt. Das hat mir wirklich nicht gutgetan. Seitdem ich morgens mein Handy erst nach ca. 1 Stunde in die Hand nehme, ist mein Morgen sehr viel ruhiger und achtsamer.

Liebe für den Körper

Ölziehen

Ja ich weiß, aktuell redet jeder übers Ölziehen und ich muss auch zugeben, ich kann nicht genau sagen, ob es mir wirklich hilft. Aber erstmal zu den Fakten.

Was ist Ölziehen?

Es soll dazu dienen zu entgiften, weil sich im Mund über die Nacht, durch das Liegen, allerlei Bakterien angesammelt haben. Außerdem soll es helfen, die Mundflora insgesamt zu stärken und kann bei allerlei Krankheiten die Heilung unterstützen.

Ölziehen kann mit verschiedenen Ölen gemacht werden. Insbesondere Kokosöl, aber auch Sonnenblumenöl, Leinöl oder Sesamöl können bei Bedarf auch mit verschiedenen ätherischen Ölen gemischt werden. Ich persönlich nutze Kokosöl gemischt mit Leinöl zusammen mit Pfefferminz- und Grapefruitöl. Bei ätherischen Ölen bitte unbedingt darauf achten, dass sie auch innerlich eingenommen werden können!

Wie geht Ölziehen?

Ich beginne, direkt nach dem Aufstehen, mit einer Zungenreinigung. Dabei reinigt man mit einem Zungenschaber die Zunge. Dies kann helfen Mundgeruch zu vermindern und soll dazu dienen, Belag auf der Zunge zu entfernen. So sind die Reflexzonen der Zunge wieder freigelegt und das Ölziehen kann seine volle Wirkung entfalten.

Dann nehme ich einen Teelöffel meiner Ölmischung in den Mund. Empfohlen ist ein Esslöffel Öl, das war mir jedoch immer zu viel. Ein Teelöffel ist daher ideal für mich. Die Ölmischung sollte nun im Mund für ca. 20 Minuten herum gespült werden. Dabei das Öl immer wieder im Mund bewegen.

In der Zwischenzeit, 20 Minuten am Morgen kommen einem sonst ganz schön lange vor, kümmere ich mich ein bisschen um die Wohnung. Ich räume auf, bereite meinen Tee zu, richte mein Glas mit heißem Zitronen-Ingwer-Wasser und bereite alles im Bad vor.

Wenn die 20 Minuten rum sind, spucke ich das Öl in einen Küchenkrepp. Fun Fact am Rande, das ist fast der einzige Grund, weswegen wir noch Küchenkrepp nutzen, ich habe leider noch keine bessere Möglichkeit gefunden, das Öl zu entsorgen. Wenn du hier eine nachhaltigere Idee hast, gerne her damit 😉.

Gesichtspflege

Im Bad angekommen stelle ich mich auf meine Akupressurmatte. Ich liebe es meistens darauf zu stehen. An Tagen, an denen ich keine Lust habe, mache ich es auch nicht. Ich habe gemerkt, dass meine Schmerzempfindlichkeit stark mit meinem Zyklus zusammenhängt und quälen muss und will ich mich damit ja nicht. Meistens tut mir die Akupressur gut und dann genieße ich es während der Zeit im Bad darauf zu stehen. Daher ist es aber auch so wichtig, dass ich zuvor alles hingerichtet habe. Von der Matte herunter treten und wieder darauf ist nämlich nicht so angenehm 😉.

Nachdem ich meinen Mund noch einmal ausgespült habe putze ich meine Zähne. Danach reinige ich mein Gesicht und während ich den Toner von NKM einwirken lasse, nehme ich meine Supplemente und trinke dazu einige Schlücke meines heißen Zitronen-Ingwer-Wassers. Dann mache eine kleine Gesichtsmassage mit dem Intensivöl.

Danach verlasse ich das Bad. Nach der Akupressur an den Füßen ist mir übrigens immer warm, ein schöner Nebeneffekt.

Liebe für die Seele

Nachdem ich meinem Körper die Liebe geschenkt habe, kommt nun die Seele an die Reihe.

Mit meinem Tee gehe ich an meinen Meditationsplatz. Ich habe mir hier vor einiger Zeit ein richtiges Meditationskissen gegönnt, in Form eines Halbmonds. Dort sitze ich am besten und kann entspannt für längere Zeit aufrecht sitzen. Hier zünde ich meine Kerzen an. Ich mag es morgens, nur die Kerzen als Lichtquelle zu haben.

Kleine Erinnerung – meine Affirmation für den Tag

Dann ziehe ich mir eine Karte aus dem Kartendeck von Laura Seiler. Hier stehen wunderbare Affirmationen für den Tag darauf. Witzigerweise ziehe ich häufig die gleichen Karten, an den Themen darf ich wohl besonders viel arbeiten 😉.

Außerdem lese ich mir den Tagesimpuls von Veit Lindau durch. Aus dem, was mich am Morgen am meisten berührt hat, “bastel” ich mir meine Affirmation. Ich poste dann meine kleine Erinnerung für den Tag auf Instagram, welche ich auf Canva erstelle.

Hier habe ich mir echt angewöhnt, das direkt aus Canva heraus zu posten. So werde ich weniger verleitet, noch in Instagram zu stöbern. Am besten startet mein Morgen nämlich, wenn ich ihn nur mir widme bzw. mich nur mit mir beschäftige. Sobald ich anfange, das Leben von anderen zu betrachten, bin ich nicht mehr bei mir. Und da ich das den Tag über genug mache (ob durch meine Arbeit oder auf den sozialen Medien), ist die Zeit morgens nur für mich.

Meditation

Danach mache ich eine Meditation von Laura Seiler, aus ihrer App. Ich wähle mittlerweile jeden Tag eine Meditation aus zu einem Thema, das ich an dem Tag brauche oder fühle. Bis vor wenigen Monaten habe ich tatsächlich jeden Tag die gleiche Meditation gemacht. Das gab mir Konstanz und eine gewisse Sicherheit, da es auch immer gleich lang gedauert hat und ich somit die Zeit besser einteilen konnte.

Die Meditationen gehen von weniger als 10 Minuten bis ca. 20 Minuten, also sehr gut machbar. Wenn ich mal mehr Zeit habe, mache ich auch gerne eine Meditation von Veit Lindau, in der homodea App. Seine Meditationen sind für mich häufig intensiver und dauern ca. 30 – 40 Minuten.

Yoga

Nach der Meditation rolle ich meine Matte aus und mache eine kleine Runde Yoga. Immer mit Mady Morrison auf Youtube. Ich habe dir mal meine kleine Playlist verlinkt. Die 7 Videos mache ich immer hintereinander, Tag für Tag. Montag das Erste, Dienstag das zweite usw. Die Einheit am Sonntag mag ich fast am liebsten.

Nach dem Yoga bin ich dann immer so richtig wach und fühle mich fit und bereit für den Tag. Ich liebe einfach das Gefühl nach dem Yoga!

Journaling

Nachdem die Matte weggeräumt ist, setze ich mich an mein Bullet Journal. Hier beantworte ich mir jeden Tag die gleichen Fragen zum Tag davor.

  • Welche Erkenntnis hatte ich?
  • Was hat mir Freude gebracht?
  • Worüber war ich dankbar?
  • Womit war ich zufrieden?

Dann schaue ich noch, wie der Tag davor mit meinen Zielen fürs Jahr gelaufen ist. Zum Beispiel habe ich das Ziel körperlich fit und gesund zu sein. Also überlege ich mir, war ich gestern sportlich und habe ich mich gesund ernährt? Das beantworte ich mir in einer kleinen Liste zum Abhaken, was ich wiederum wöchentlich in eine große Übersicht übertragen kann. So habe ich eine Gesamtübersicht über meine Ziele im Jahr und inwieweit ich diese verfolgt bzw. erreicht habe.

Das Aufschreiben und Reflektieren dieser Punkte hilft mir morgens schon, mich auf den Tag einzustimmen und den Tag mit einer dankbaren Stimmung zu beginnen. Außerdem habe ich so immer meine Ziele im Blick und arbeite ständig daran.

Was du hier nicht vergessen darfst – ich habe seit ca. 5 Jahren ein Bullet Journal. Ich arbeite schon sehr lange an mir und meiner inneren Einstellung und ich bin ein sehr disziplinierter Mensch, der eher dazu neigt, zu viel zu kontrollieren. Dadurch erreiche ich eventuell das ein oder andere schneller, stehe mir aber auch selbst häufig im Weg. Daher soll nichts, was ich hier schreibe dir Stress bereiten. Alles ist einfach nur mein Weg, der mir guttut. Ich habe die verschiedenen Punkte über Jahre an mich und meine Bedürfnisse angepasst. Daher finde, was dir guttut und was dir hilft und lass dich von meinen Ausführungen lediglich inspirieren.

Liebe für den bevorstehenden Tag

Nachdem ich also mit meiner Morgenroutine für den Geist auch fertig bin, sind fast 2 Stunden rum.

Sport

Wenn ich im Homeoffice bin oder es Wochenende ist, kann ich dann noch Sport machen. Ich habe für mich gemerkt, dass der Sport am Morgen mir am besten dient. Teilweise esse ich noch vor dem Sport eine Kleinigkeit oder trinke einen Gemüse- oder Obstsaft.

Vorbereiten

Dann heißt es Essen für Koda, unseren Hund machen und mein Essen und Trinken für den Tag vorzubereiten und einzupacken, wenn ich zur Arbeit fahre.

Ich bereite mich dann nur noch im Bad vor, indem ich mich schminke und anziehe.

Tagesbeginn

Wenn ich dann im Homeoffice bin, beginnt mein Tag und ich kann voller Energie in den Arbeitsalltag starten.

Wenn ich stattdessen zur Arbeit fahre, habe ich noch eine gute halbe Stunde, in der ich Radio höre. Das ist die einzige Zeit des Tages (außer Instagram und selten Facebook), an der ich mir die Nachrichten anhöre. Insbesondere in den letzten 2 Jahren habe ich gemerkt, wie sehr mir Nachrichten die Laune vermiesen können.

Kleiner Abstecher, Nachrichtenkonsum

Auf der Welt passiert viel Schlimmes – aber auch viel Schönes, von dem wir nur viel zu selten hören. Der Weltschmerz, den ich häufig hatte, bringt jedoch weder mir noch der Welt etwas. Ich kann für mich schauen, was ich tun kann, um diese Welt zu einem besseren Ort zu machen, habe aber leider nicht die Möglichkeit ansonsten etwas zu verändern. Um mir selbst diesen Stress zu ersparen und aber auch um nicht ganz uninformiert zu sein, habe ich mir daher angewöhnt, morgens die Nachrichten zu hören und dann den restlichen Tag nicht mehr.

Meine Morgenroutine zusammengefasst

Also, welche Schritte gehe ich zusammengefasst in meiner Morgenroutine?

  • Vorbereitung
    • Abendroutine am Tag davor
    • Aufstehen
  • Körper
    • Ölziehen
    • Gesichtspflege
  • Seele
    • Affirmation
    • Meditation
    • Yoga
    • Journaling
  • Tag
    • Sport, wenn möglich
    • Vorbereiten
    • Start in den Tag

Was für eine Morgenroutine hast du? Oder was hast du dir eventuell aus meiner Morgenroutine mitgenommen? Schreib es mir gerne hier in die Kommentare oder unter den Post auf Instagram 😊.

Ich wünsche dir jetzt einen fabelhaften Tag, Morgen oder Abend.

Alles Liebe,
Ronja


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